seit 1996:

Christian Seeler - Das Ohnsorg-Theater heute

Nach dem Abitur machte der gebürtige Hamburger Jung Christian Seeler (Jahrgang 1958) zunächst eine Lehre als Groß- und Außenhandelskaufmann in dem ehrwürdigen Handelshaus Alfred C.Toepfer. Doch seine Liebe galt dem Theater. Also stieg er auf das Studium der Germanistik und Theaterwissenschaften um, gründete zusammen mit Wilfried Dziallas die Theaterproduktions GmbH „Die Maske“ und ließ sich zum Schauspieler ausbilden.

Nach einem Jahr Mitarbeit im Betriebsbüro des Ernst Deutsch Theaters wechselte Christian Seeler 1982 als Schauspieler zum Ohnsorg-Theater. Es wuchs in ihm der Wunsch, das Kaufmännische mit der Kunst zu verbinden. Das konnte er aufs Beste, als er schon zwei Jahre später im Alter von 26 Jahren Geschäftsführerdes Theaters wurde. Gemeinsam mit Walter Ruppel verantwortete er zwei große Umbauten in den Großen Bleichen, die dem Theater ein neues Gesicht gaben.

Am Ende der Spielzeit 1991/92 verließ Christian Seeler das Ohnsorg-Theater, um sich schwerpunktmäßig um seine eigenen Firmen, das Tourneeunternehmen „Nordtour“ und die Fernsehproduktion „stage-tv“ zu kümmern.

Als das Ohnsorg-Theater während der 15-monatigen Ära Bayer in schweres Wasser geriet, holte sich der Aufsichtsrat 1996 den bewährten Christian Seeler, diesmal als Intendant, zurück an die Bühne in den Großen Bleichen. Es gelang ihm schnell, Zuschauer zurückzugewinnen, die Abstecher zu vermehren, neue gemeinsame Produktionen mit dem Fernsehen zu vereinbaren und das Ensemble zu konsolidieren. Dass die Kunst dabei nicht zu kurz kam, zeigen Autorenpflege und regelmäßige Uraufführungen sowie ein abwechslungsreicher Spielplan von Komödie bis Schwank, Lustspiel und Schauspiel, Rock-Revue, Operette und Musical, der die Bandbreite des Theaters ständig erweitert und aktualisiert hat.

Seit der Spielzeit 2011/2012 - bis dahin war das Haus 75 Jahre lang am alten Standort ’Große Bleichen’ beheimatet - hat Christian Seeler mit seinem Team ein weiteres Kapitel aufgeschlagen: im neuen Ohnsorg-Theater im Bieberhaus am Heidi-Kabel-Platz 1, wo neben der Großen Bühne auch, seit der Spielzeit 2012/2013, erfolgreich auf der Studiobühne Theater gemacht wird.

Sehr gute Erreichbarkeit, bessere Platzverhältnisse, eine erstklassige technische Ausstattung und die zusätzliche Studio-Bühne bieten dem Ohnsorg-Theater im Bieberhaus hervorragende Perspektiven. Mit dem Umzug ins Bieberhaus erfüllte sich ein lang gehegter Wunsch nach besseren Arbeitsbedingungen und neuen künstlerischen Möglichkeiten. Der attraktive Theaterneubau mit großen Foyerflächen, modernster Technik und der zusätzlichen Studio-Bühne begeistert die Besucher. Warme Farben und angenehme Materialien erzeugen die bekannte Ohnsorg-Atmosphäre. Gute Sicht und beste Akustik herrschen auf allen 412 Plätzen in Parkett und Rang. Dezentrale Garderoben, zusätzliche Toiletten, ein Fahrstuhl und gute Klimatisierung bieten zeitgemäßen Komfort, den der Theaterbesucher heute erwarten darf.

Die neue Bühne- mit einer Portalhöhe von 4,70 Metern - bietet großzügige, künstlerische Entfaltungsmöglichkeiten und auf der Studio-Bühne, einer zweiten Spielstätte im neuen Ohnsorg-Theater, ist Platz für zusätzliche Programme und weitere Aktivitäten.