1994 bis 1995:

Thomas Bayer - ein Theater in der Krise

Die Nachfolge trat der 1948 in Mainz geborene Thomas Bayer an, der sich unter anderem als Intendant der Stadttheater Lüneburg und Stralsund einen Namen gemacht hatte. Auch am Ohnsorg-Theater war Bayer kein Unbekannter, hatte er doch bereits als Schauspieler und Regisseur in den Großen Bleichen gastiert. Der neue Intendant mit spezieller Vorliebe für musikalische Produktionen wollte die Ohnsorg-Bühne von Grund auf revolutionieren: Aus dem En-Suite-Spielbetrieb sollte ein Repertoire-Theater werden, ein Ohnsorg-Kinderchor und eine Jugendtheater-Gruppe sollte für die Nachwuchsförderung sorgen, weitere Veränderungen, auch hausintern, sollten folgen.
Doch die neue Richtung wurde weder vom Ensemble noch vom Publikum oder von der Presse akzeptiert. 1995 bat Thomas Bayer um vorzeitige Entlassung aus seinem Vertrag.