Buten vör de Döör

Draußen vor der Tür

- / Studio

Schauspiel von Wolfgang Borchert
Plattdeutsch von Cornelia Ehlers
Plattdeutsche Erstaufführung
Auf Hoch- und Plattdeutsch
Spieldauer: 90 Minuten ohne Pause

Inszenierung
Ingo Putz
Ausstattung
Marie Labsch
Besetzung
Holger Dexne, Oskar Ketelhut, Birte Kretschmer

„En Mann kümmt na Düütschland! En Döör sleit to, un he steiht buten.“ Verstört und ausgehungert kehrt Unteroffizier Beckmann aus dem Krieg in seine Heimatstadt Hamburg zurück. Auf der Suche nach Menschlichkeit und Wärme stößt er auf Desinteresse und Ablehnung. Seine Frau lebt mit einem anderen Mann zusammen, sein eigenes Bett ist belegt. Auch die Nachbarn und potenzielle Arbeitgeber haben kein Mitgefühl mit dem Kriegsheimkehrer. Beckmann wandelt zwischen Leben und Tod, Realität und Traumwelt. Dabei begegnet er Gott, dem Tod, dem Jasager und der wispernden Elbe, die den Selbstmörder nicht haben will.

Der damals 26-jährige Hamburger Autor Wolfgang Borchert verfasste 1946 das Hörspiel Draußen vor der Tür. 1947 als Theaterstück an den Hamburger Kammerspielen uraufgeführt, wurde es zu einem der bedeutendsten Nachkriegsdramen und ist bis heute ein berührendes Stück, das mit großer Kraft vom schweren Los der Kriegsheimkehrer erzählt. Nun feiern wir mit Buten vör de Döör die plattdeutsche Erstaufführung im Ohnsorg Studio. Ingo Putz inszeniert mit nur drei Schauspielern diesen atmosphärisch dichten Klassiker.

Buten vör de Döör ist zu den diesjährigen Privatthteatertagen eingeladen und gehört damit zu den nominierten Stücken des Monica-Bleibtreu-Preises in der Kategorie (Moderner) Klassiker. Am 20. Juni wird das Stück in den Kammerspielen gezeigt - am Ort der damaligen Uraufführung. Mehr Informationen und Karten erhalten Sie hier