Tratsch op de Trepp

Tratsch im Treppenhaus

- / Großes Haus

Komödie von Jens Exler
Dauer: 2 Stunden 20 Minuten

Inszenierung
Michael Koch
Bühnenbild
Katrin Reimers
Kostüme
Félicie Lavaulx-Vrécourt
Besetzung
Sandra Keck, Heidi Mahler, Horst Arenthold, Evangelos Sargantzo, Dieter Schmitt, Wolfgang Sommer, Arja Sharma, Beate Prahl

Wer kennt sie nicht - liebe Nachbarn, die einem zu jeder Tages- und Nachtzeit im Treppenhaus begegnen, einen ausfragen und stets den neuesten Klatsch und Tratsch parat haben, wobei sie es mit der Wahrheit nicht immer so genau nehmen. Ein solches Exemplar ist Meta Boldt, die regelmäßig an Türen lauscht und Gerüchte in Umlauf setzt. Sie wohnt mit dem pensionierten Steuerinspektor Ewald Brummer und der Witwe Knoop in einem Mietshaus, das Schlachtermeister Tramsen gehört. Hanne Knoop hat ihre separate Kammer an die junge Heike Seefeldt, die es zu Hause bei ihrem Vater nicht mehr aushält, abgegeben. Auch den jungen Dieter Brummer hält nichts mehr zuhause, und so bezieht er - zum Missvergnügen seines Onkels Ewald - Quartier in dessen zur Wohnung gehöriger Kammer - Tür an Tür mit Heike. Und wie sollte es anders sein: Natürlich werden auch die neuen Bewohner von Meta Boldt aufs Korn genommen. Und ihre Beschwerden, Intrigen und Schludereien sorgen stets aufs Neue für amüsante Verwechslungen, Missverständnisse und Streitigkeiten.

"Tratsch im Treppenhaus" sorgt auch in der aktuellen Inszenierung für gute Laune pur! Einer der beliebtesten Ohnsorg-Klassiker - mit Heidi Mahler in einer Paraderolle.

Auszüge aus den Pressestimmen nach der Premiere:

Endlich wieder „Tratsch im Treppenhaus“. Zeitlos, witzig, ein Stück Theater-Geschichte, das ist „Tratsch op de Trepp“ … Ohne Wenn und Aber. (Bild Hamburg, 24.8.2015)

… Jubel für den kultigen Ohnsorg-Klassiker! „Tratsch op de Trepp“ – mit einer Heidi Mahler in Hochform. Das Ohnsorg-Theater startete mit dem Kultklassiker … - in einer vom Premierenpublikum umjubelten Neuinszenierung (Regie: Micahel Koch) -. Im Mittelpunkt … glänzt als „Sludertasch“ Meta Boldt die wunderbare Heidi Mahler. Tagein, tagaus spioniert Boldt den Mietern hinterher. Und stiftet mit übler Nachrede unter den Nachbarn Unfrieden. Pralles Leben … bringen auch der frühere Steuerinspektor (Horst Arenthold) und die resolute Witwe Knoop (Sandra Keck) sowie das gesamte Ensemble. Alle sind mit Riesenvergnügen bei der Sache … (Hamburger Mopo, 25.8.2015)

… Das Stück lebt … vom Vermögen des Ohnsorg-Ensembles. Und davon ist reichlich vorhanden. Göttlich: Horst Arenthold als alter Brummer; exzellent: Sandra Keck als Witwe Knoop; wunderbar: Heidi Mahler als Meta Boldt; großartig: Wolfgang Sommer als Hauswart Bernhard Tramsen; Stark: Arja Sharma und Evangelos Sargantzo als illegale Untermieter; und sehr gut: Dieter Schmitt in der … Rolle des Autohausbesitzers Seefeldt … (DIE WELT Hamburg, 25.8.2015)

… Den ersten Applaus gab es gleich mal für das Bühnenbild (Katrin Reimers). Obwohl das Treppenhaus der eigentliche Hauptdarsteller der Inszenierung ist …, brauchen sich die Akteure mitsamt der menschlichen Schwächen nicht hinter den vier knallenden und knarzenden alten Holztüren … zu verstecken. Auch nicht Heidi Mahler … Wenn sie als Klatschtante Meta Boldt mit scheinheiliger Freundlichkeit treppauf treppab schleicht und lustvoll tratscht, hat im Haus von Schlachtermeister Tramsen (Wolfgang Sommer) alles mal ein Ende, nur die Wurst aus Intrigen, Lügen und gerüchten nicht. Horst Arenthold (als Ewald Brummer) … poltert und bollert im Morgenmantel nicht nur an den Nachbarstüren von Witwe Knoop und beschwert sich über zu laute Musik und Wäschestücke auf seinem Balkon. Erst tanzt er angesichts deren neuen Untermieterin, der süßen Deern Heike (Arja Sharma), beschwingt über den Hausflur, dann tanzen die Hormone. Denn Sandra Keck, wie Arenthold Publikumsliebling im Ohnsorg-Theater, gibt der Witwe Knoop eine jüngere, eine weiblichere Gestalt und noch mehr Seele als von früheren Inszenierungen bekannt. Da fängt es im zweiten Teil zwischen dem großen brummer und „Knööpchen“ richtig an zu knistern, dass Tratschtante Meta Mühe hat, in diesem „Soda und Gomorrha“ noch ihr Gift zu verspritzen … Die prüde Verklemmtheit der frühen 60er-Jahre ist heute, in Zeiten oft anonymer Mietshäuser im Besitz von großen Wohnungsbau-Investoren anstatt von Einzelpersonen ebenso passé wie jene Hausgemeinschaft von „Tratsch op de Trepp“. Das Ohnsorg-Theater versteh es jedoch, dieses mileu wieder aufleben zu lassen. Am Ende sang ein Teil des Publikums sogar das plattdeutsche Couplet „An de Eck steiht ’n Jung mit ’n Trudelband“ mit und es spendete lang anhaltenden Beifall. (Hamburger Abendblatt, 25.8.2015)