Vun achtern un vun vörn

Der nackte Wahnsinn

- / Großes Haus

Plattdeutsche Erstaufführung.
Farce von Michael Frayn.
Hochdeutsch von Ursula Lyn.
Plattdeutsch von Hartmut Cyriacks & Peter Nissen.
Vorstellungsdauer: 2 Stunden, 40 Minuten

Inszenierung
Michael Bogdanov
Bühnenbild
Katrin Reimers
Kostüme
Christine Jacob
Besetzung
Tanja Bahmani, Birthe Gerken, Sandra Keck, Beate Kiupel, Markus Gillich, Frank Grupe, Erkki Hopf, Till Huster, Nils Owe Krack

Chaos pur! Die Truppe eines Tourneetheaters steht mit ihrer Komödie unmittelbar vor der Premiere – und nichts klappt: Türen klemmen, Requisiten fehlen, die Darsteller können ihren Text nicht …  Kein
Wunder, dass allmählich die Nerven des Regisseurs und seiner Schauspieler blank liegen. Kann man die Premiere verschieben? Unmöglich, das Stück soll schließlich auf eine dreimonatige Gastspielreise gehen.
Also stürzt sich das Ensemble mit dem Mut der Verzweiflung in die mehr als turbulenten Proben.
Im zweiten Akt hat sich das Bühnenbild um 180 Grad gedreht – das Publikum erlebt die nun stattfindende Vorstellung quasi hinter der Bühne und wird Zeuge von Liebeleien, Eitelkeiten und privaten Kämpfen
der Mitwirkenden, die ihre persönlichen Befindlichkeiten wichtiger nehmen als die eigentliche Aufführung.

Zum Inhalt:

Akt I - das Publikum erlebt aus der typischen Zuschauerperspektive einen Regisseur und seine Schauspieler bei der Generalprobe: Es ist spät in der Nacht und Regisseur Lars von Leer versucht mit seinem Ensemble – einer Truppe von mittelmäßigen Schauspielern – die Generalprobe der Komödie „To veel nich an“ über die Bühne zu kriegen, bevor es am nächsten Tag auf Tournee gehen soll. Aber nichts klappt: Regisseur von Leer ist am Rande des Nervenzusammenbruchs. Und dann noch die privaten Empfindlichkeiten seiner Schauspieler! Doch die Premiere steht unmittelbar bevor …

Akt II
- es ist ein Monat vergangen, das Ensemble ist seit vier Wochen gemeinsam auf Tournee, erste „Verfallserscheinungen“ machen sich bemerkbar …: Die Bühne hat sich um 180 Grad gedreht. Das Publikum hat nun volle Sicht auf den Bereich „hinter der Bühne“ und wird Zeuge von Liebeleien, Eitelkeiten und privaten Kämpfen der Schauspieler,  die ihre persönlichen Befindlichkeiten wichtiger nehmen als die eigentliche Aufführung. Zur Freude der Zuschauer, denn die erhalten amüsante Einblicke in das Theater- und Tourneeleben.

Akt III - drei Monate sind vergangen, die „gruppendynamischen Prozesse“ auf Tournee fordern endgültig ihren Tribut: Die Bühne hat sich erneut um 180 Grad gedreht. Das Publikum sieht – nun mit Blick auf die Bühne – die im Stadttheater Visselhövede zu spielende Tournee-Vorstellung von „To veel nich an“. Doch diese entwickelt sich zum Desaster. Sämtliche Bemühungen, zu retten, was zu retten ist, enden im Chaos … 

Die Idee zu seinem Stück »Der nackte Wahnsinn« (Noises Off), der Mutter aller Komödien, hatte Michael Frayn, als er eines seiner Stücke einmal aus der Perspektive von hinter der Bühne sah und dachte: »Von hinten ist es komischer als von vorn«. Ein Theaterspaß schlechthin!