Kleiner Mann - was nun?

Premiere: 15. März 2020

- / Studio

Nach dem Roman von Hans Fallada
Auf Hoch- und Plattdeutsch
Plattdeutsch: Cornelia Ehlers
Fassung: Sibylle Baschung, Michael Thalheimer

Inszenierung
Ayla Yeginer
Ausstattung
Telse Hand
Besetzung
Jochen Klüßendorf, Rabea Lübbe, Katharina Lütten, Laurens Walter

Der Verkäufer Johannes Pinneberg und seine Freundin Emma, genannt Lämmchen, erwarten ein Kind. Kurz entschlossen heiratet das Paar, auch wenn das Geld immer knapper und die Zeiten immer unsicherer werden. »Nur nicht arbeitslos werden«, sagt sich Pinneberg und strengt sich an. Doch die Krise ist stärker und die Gesellschaft wird härter.
»Was nun?« – Falladas Antwort auf die Frage der kleinen Leute ist Lämmchen, diese sanfte und tapfere Frau, die das Leben ihres verzweifelten Mannes beherzt in die Hand nimmt.
Warmherzig und voller Dramatik erzählt Hans Fallada in seinem Roman von einem Paar, das gegen alle Widerstände versucht, sich treu zu bleiben und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht zu verlieren – selbst dann nicht, als Pinneberg sich schließlich doch in das Millionenheer der Arbeitslosen einreihen muss.

In der zweisprachigen Bühnenfassung von Ayla Yeginer wird die Handlung von Berlin nach Hamburg verlegt. Pinneberg und Lämmchen sprechen in ihrer geschützten Welt Plattdeutsch, während die zunehmend unfriedliche und missgünstige Welt um sie herum das Hochdeutsche pflegt.
Und man fragt sich: Wer sind die kleinen Leute heute? Woran soll man glauben in einer Zeit, die geprägt ist von Unsicherheit und Krisen? Und wie kann es gelingen, sich treu zu bleiben und sein Glück nicht zu verraten … und falls doch – was nun?