Buten vör de Döör

Draußen vor der Tür

Wiederaufnahme: 05. November 2018

- / Studio

Schauspiel von Wolfgang Borchert
auf Hoch- und Plattdeutsch
Plattdeutsch von Cornelia Ehlers
Plattdeutsche Erstaufführung
Dauer: 90 Minuten, ohne Pause

Inszenierung
Ingo Putz
Ausstattung
Marie Labsch
Besetzung
Holger Dexne, Oskar Ketelhut, Birte Kretschmer

»En Mann kümmt na Düütschland! En Döör sleit to, un he steiht buten.« Verstört und ausgehungert kehrt Unteroffizier Beckmann aus dem Krieg in seine Heimatstadt Hamburg zurück. Auf der Suche nach Menschlichkeit und Wärme stößt er auf Desinteresse und Ablehnung. Seine Frau lebt mit einem anderen Mann zusammen, sein eigenes Bett ist belegt. Auch die Nachbarn und potenzielle Arbeitgeber haben kein Mitgefühl mit dem Kriegsheimkehrer. Beckmann wandelt zwischen Leben und Tod, Realität und Traumwelt. Dabei begegnet er Gott, dem Tod, dem Anderen und der wispernden Elbe, die den Selbstmörder nicht haben will.

Der damals 26-jährige Hamburger Autor Wolfgang Borchert verfasste 1946 das Hörspiel »Draußen vor der Tür«. 1947 als Theaterstück an den Hamburger Kammerspielen uraufgeführt, wurde es zu einem der bedeutendsten Nachkriegsdramen und ist bis heute ein berührendes Stück, das mit großer Kraft vom schweren Los der Kriegsheimkehrer erzählt. Mit nur drei Schauspielern hat Ingo Putz einen atmosphärisch dichten Abend inszeniert, ein »kleines Theaterwunder« (Hamburger Morgenpost). »Buten vör de Döör« wurde zu den Privattheatertagen 2018 eingeladen und gehört damit zu den nominierten Inszenierungen des Monica-Bleibtreu-Preises in der Kategorie (Moderner) Klassiker. Am 20. Juni wird das Stück in den Kammerspielen gezeigt - am Ort der damaligen Uraufführung.

»Dieser herausragende Abend ist ein Pflichtstück für alle allzu Vergesslichen.« NDR 90,3

»Buten vör de Döör - Draußen vor der Tür« von Wolfgang Borchert wurde mit dem Monica Bleibtreu Preis in der Kategorie (Moderner) Klassiker ausgezeichnet. Den Preis erhielt das Stück aus dem Ohnsorg Studio bei einer feierlichen Verleihung am 1. Juli im Rahmen der siebten Privattheatertage. Wir freuen uns sehr über diese Ehrung und gratulieren dem Regisseur Ingo Putz, dem Ensemble und allen Beteiligten.