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Meike Meiners: Seit 25 Jahrend fest am Ohnsorg

Wer über eine Schauspielerin sagt, der Wunsch auf der Bühne zu stehen sei ihr bereits in die Wiege gelegt worden, der liegt bei Meike Meiners richtig. Nicht, weil sie in »Glück«-Stadt an der Elbe das Licht der Welt erblickt hat. Nein, aber sie wurde als Tochter von Eheleuten geboren, die ihr Privatleben jahrzehntelang der »Glückstädter Speeldeel« widmeten. Das ging soweit, dass lange Jahre die Stückproben abends im Wohnzimmer der Familie stattfanden. Während die kleine Tochter eigentlich schlafen sollte, lauschte diese heimlich neugierig dem Probengeschehen.

Dass Meike bereits in jungen Jahren tüchtig Theaterblut geleckt hatte, nahmen ihre Eltern zufrieden zur Kenntnis. So lag es nahe, dass Vater Klaus Meinert, der nicht nur Lehrer und Bühnenleiter, sondern auch Autor war, zur Förderung des Talents seiner nunmehr achtjährigen Tochter ein eigenes Stück auf den Leib schrieb. „Een Fro mutt in’t Huus.“ Meike spielte ein blondes Mädchen mit dicken Zöpfen. Fortan konnte sie weitere Glückstädter Bühnenerfahrung sammeln und spielte bereits im Alter von 13 Jahre ihre erste große Rolle.

Meikes Eltern war es nicht vergönnt, ihre große Passion zum Beruf zu machen. Deshalb waren sie sichtlich stolz auf ihre Tochter, als sie sich nach dem Abitur endgültig für diesen Weg entschied und von 1980 bis 1984 an der Schauspielschule Hildburg Frese ihre Ausbildung absolvierte. Als ihr in dieser Zeit die Zwischenprüfung abgenommen wurde, war Konrad Hansen, der damalige Intendant des Ohnsorg-Theaters, Mitglied der Kommission, erkannte das Talent der Studentin und gab ihr die Chance, ihr Handwerk auf der »richtigen « Theaterbühne auszuprobieren.

Das Stück hieß „Wind in de Seils“ und hatte am 3. Juni 1984 Premiere. Danach folgten bis heute 75 weitere Rollen, die besonders in die Zeit
ihrer Festanstellung seit 1997 fallen. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihre Rollen in den Stücken „Unternehmen Arche Noah“ (Elke Heidenreich), „Seemann pass op!“ (Philip King/Falkland Cary), „De Schimmelrieder“ (Paul Barz nach Theodor Storm), „De letzte Willen“
(Fitzgerald Kusz) und „Champagner to’n Fröhstück“ (Michael Wempner).

Neben ihrer Tätigkeit auf der Bühne hat sie zahlreiche Theaterstücke ins Plattdeutsche übertragen und wirkte auch in mehr als 50 plattdeutschen Hörspielen von Radio Bremen und des NDR als Sprecherin mit. Das aktuellste davon „Ole Leev“ (Elke Heidenreich/
Bernd Schroeder) kommt im Dezember zur Erstausstrahlung. Auch dieses Hörspiel hat sie selbst übersetzt und spricht es mit ihrem Ehemann und Schauspielerkollegen Oskar Ketelhut. Gemeinsam mit ihm und Robert Eder hatte sie bereits zum 100-Jährigen des Ohnsorg-Theaters den altbekannten Klassiker „Dat Hörrohr“ als Puppenspiel mit selbstgefertigten Puppen präsentiert.


Wir wünschen Meike Meiners weiterhin produktive und erfolgreiche Jahre.

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